Die Digitalisierung und digitale Lösungen haben sich zu unseren täglichen Begleitern entwickelt. Für Unternehmen ist es besonders in diesen herausfordernden Zeiten unabdingbar, sich klar zu positionieren. Einerseits neue Wege einzuschlagen und andererseits sich auf neue Technologien und Trends einzulassen, sind nur zwei mögliche Ansätze, um daraus neue Geschäftsideen zu generieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln zu können.

 

Die digitale Transformation erfolgreich gestalten

Das Verständnis für digitale Technologien gilt als Schlüsselrolle neuer Geschäftsmodelle und ist ein wesentlicher Aspekt, um sich zum Gestalter seiner digitalen Transformation zu entwickeln.

Dabei seine Risiken zu kennen und zu managen sowie seine Chancen zu erkennen und zu nutzen, sind zwei grundlegende Aspekte, um Ideen zu generieren, sich auf neue Technologien einzulassen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese in weiterer Folge erfolgreich umzusetzen. 

 

Von der Idee über die Strategie zur Lösung

Die Technologien der Digitalisierung ermöglichen uns in vielen Bereichen neue innovative Lösungen, allerdings sind damit Risiken verbunden, mit denen sich Unternehmen, Nutzer und Anwender auseinandersetzen müssen. Die Rahmenbedingungen müssen an die Anforderungen angepasst werden und entsprechende Maßnahmen sowohl betreffend Sicherheit in der Anwendung als auch für die Anwender selbst, sind zu definieren und umzusetzen.

All dies spielt bereits bei der Strategieentwicklung eine wesentliche Rolle. Hierbei ist es wichtig, die digitale Strategie immer als Teil der Unternehmensstrategie zu betrachten und dementsprechend zu entwickeln und umzusetzen.

Die Einführung der Digitalisierung im Unternehmen ist mit einem Transformationsprozess verbunden. Auch hier ist der gesamte Veränderungsprozess zu betrachten, bei dem die digitale Transformation einen Sub-Prozess darstellt.

 

Die Bedeutung des Risikomanagements

Eine Frage, die einzelne Personen und Unternehmen gleichermaßen beschäftig, ist: Warum sollen Unternehmen Risikomanagement betreiben? Eine mögliche Antwort darauf gibt uns Murphys Law, das besagt: „Wenn etwas schief gehen kann, wird es schief gehen!“

Unter Risikomanagement werden „koordinierte Aktivitäten zur Lenkung und Steuerung einer Organisation in Bezug auf Risiken“[1] verstanden, wobei Risiko die „Auswirkung von Unsicherheit auf Ziele[1]  ist.

Wer sich auf das Eintreten unvorhergesehener Ereignisse vorbereitet und sich mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzt, kann im Fall des Eintritts dieses Ereignisses entsprechend schnell reagieren. Dies zeigt deutlich, dass Risikomanagement eine präventive Maßnahme darstellt. Durch ein gezieltes und effizientes Risikomanagement können Unternehmen und Organisationen erfolgreich gesteuert und dadurch die Resilienz ihres Unternehmens beziehungsweise ihrer Organisation gesteigert werden.

Beispielsweise werden in Szenarien mögliche Risiken im Rahmen einer Risikobeurteilung (Risk Assessment) identifiziert (Risk Identification), analysiert (Risk Analysis) und bewertet (Risk Evaluation) und im nächsten Schritt bewältigt (Risk Treatment). Hierbei kann man sich am Risikomanagement-Prozess nach dem internationalen Standard ISO 31000[2] orientieren. In Analogie zu Risiken können ebenso Chancen identifiziert und bewertet werden.

Für die Darstellung und Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen hat sich das Konzept Business Model Generation[3] beziehungsweise Business Model Canvas seit 2009 etabliert. Die einzelnen Bereiche des Geschäftsmodells können mit bewährten Risikomethoden analysiert und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden.

Nur wer seine Risiken kennt, kann sie managen und nur wer Chancen erkennt, kann sie nutzen.

 

Autorin: DI Dr. Barbara Streimelweger, MBA

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Referenzen

[1] ÖNORM ISO 31000:2018, Risikomanagement – Leitlinien; Ausgabe 2018-09-01; Austrian Standards International

[2] ISO 31000:2018, Risk management – Guidelines, Second Edition 2018-02; ISO

[3] Osterwalder A., Pigneur Y.: Business Model Generation: A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers; Hoboken, New Jersey: John Wiley & Sons, 2010