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SEMINARTHEMEN

Seminarprogramm 2019 PDF
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Neue seminare

  1. 365 Tage DSGVO

    Datenschutz – Best practice, Do´s and Dont´s, Lessons Learned

    • Wien

      25.09.2019
  2. Leadership 4.0

    Führung und Management im Zeitalter des digitalen Wandels

    • Wien

      20.11.2019
  3. Basiswissen Controlling

    Grundlagen und Instrumente des Controllings

    • Wien

      24.09.2019
  4. Präsentation & Rhetorik für Führungskräfte

    Selbstbewusst und klar, authentisch und überzeugend als Führungskraft!

    • Wien

      10.10.2019
  5. Employment in Austria

    Learn all about opportunities and risks in labour law in Austria

    • Wien

      16.10.2019

Neues im blog

Weitere super geile Beiträge
  • Haftungsfalle Prokura

    In letzter Zeit häufen sich Medienberichte über Schadenersatzforderungen von Unternehmen gegen ihre ehemaligen Führungskräfte. Das prominenteste Beispiel ist ein Gerichtsverfahren gegen ehemalige Manager eines in Österreich ansässigen Unternehmens. Vorwurf ist hier laut Medien, dass die beiden Führungskräfte keine ausreichenden Kontrollsysteme im Unternehmen implementiert hätten. Dadurch sei es zu Überweisungen an Betrüger gekommen, die bei einem ausreichenden Kontrollsystem nicht getätigt worden wären. Dies verdeutlicht, dass auch in Österreich Unternehmen immer sensibler auf durch eigene Mitarbeiter verursachte Schäden reagieren und rechtliche Schritte zur Schadenswiedergutmachung setzen. Dadurch kann es mitunter zu sehr hohen Schadenersatzzahlungen von (ehemaligen) Mitarbeitern kommen. Die Prokura ermächtigt zu allen Arten von gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines Unternehmens mit sich bringt. Zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken ist der Prokurist nur ermächtigt, wenn ihm diese Befugnis besonders erteilt ist. Prokuristen zählen grundsätzlich zum oberen Management und haben durch ihre Vollmacht weitreichende Befugnisse im Außenverhältnis. Ob ihre Handlungen daher im Innenverhältnis auch gedeckt sind, ist für außenstehende Dritte meist nur schwer einsehbar. Für Prokuristen gilt daher: Vor Setzung einer Handlung müssen sie sich vergewissern, ob diese Handlung durch die ihnen erteilte Prokura und den Weisungen im Innenverhältnis auch gedeckt ist. Weiters haben Prokuristen zu beachten, wozu sie nach dem Arbeitsvertrag legitimiert sind. Denn auch dieser kann festlegen, was der Prokurist als Dienstnehmer tun darf und was nicht. Fehlt es an einer der Voraussetzungen, könnten sie rechtswidrig handeln und ihre Prokura überschreiten. Wird die Handlung nicht (nachträglich) genehmigt, könnte es dadurch zu einer Haftung des Prokuristen kommen.   Anwendung des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes? Handelt es sich beim Prokuristen um einen Dienstnehmer und kommt es tatsächlich zu einem Gerichtsverfahren, in dem Schadenersatzforderungen gegen ihn geltend gemacht werden, so ist unter anderem die Anwendbarkeit des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes zu prüfen. Hat ein Dienstnehmer bei Erbringung seiner Dienstleistungen dem Dienstgeber durch ein Versehen einen Schaden zugefügt, so kann das Gericht aus Gründen der Billigkeit den Ersatz mäßigen oder, sofern der Schaden durch einen minderen Grad des Versehens zugefügt worden ist, auch ganz erlassen. Der Prokurist als Dienstnehmer haftet für eine entschuldbare Fehlleistung gar nicht. Das Gericht prüft natürlich das Ausmaß des Verschuldens sehr genau, um beurteilen zu können, ob und wie es von seinem richterlichen Mäßigungsrecht Gebrauch machen muss.   Welche Präventivmaßnahmen kann man als Prokurist ergreifen? Wie bereits erwähnt, muss der Prokurist sehr sorgfältig beachten, was er im Innen- und Außenverhältnis tun darf und was nicht. Daher muss er sich auch die Frage stellen, ob seine Handlungen bspw. von Weisungen, Generalversammlungsbeschlüssen und dem Arbeitsvertrag gedeckt sind.Weitere zu empfehlende Maßnahmen können bspw. sein: Regelmäßige Teilnahme an Schulungen: Hier werden z.B. aktuelle Urteile der Gerichte vorgetragen - dadurch ist besser ersichtlich, in welchen Fällen Prokuristen zu Haftungen herangezogen werden und in welchen Fällen nicht. Dokumentation von Entscheidungen: Sollte es zu Schadenersatzansprüchen kommen, lässt sich nachvollziehen, auf welcher Grundlage der Prokurist welche Handlungen setzte. Abschluss von D&O-Versicherungen Ist sich der Prokurist nicht sicher, ob und wie er handeln muss/darf, empfiehlt es sich, Rücksprache mit der Geschäftsleitung oder bspw. der Rechtsabteilung zu halten. Getreu nach dem Motto: Better safe than sorry.   Autor: RA Mag. Lukas Disarò   Seminartipp! Haftungsfalle Prokura
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  • DSGVO - Umgang mit dem Recht auf Löschung

    Auch ein Jahr nachdem die DSGVO in Kraft getreten ist, sind noch viele Fragen rund um das Thema Datenschutz ungeklärt. Durch erste Entscheidungen der Datenschutzbehörde (DSB) entwickeln sich langsam Lösungen zum richtigen Umgang mit den Anforderungen der DSGVO.    Umgang mit dem Betroffenenrecht auf Löschung Das Recht auf Löschung gibt dem Betroffenen die Möglichkeit, die Löschung seiner personenbezogenen Daten zu verlangen, wenn eine der Voraussetzungen des Art 17 DSGVO vorliegt. Das ist etwa der Fall, wenn die Daten unrechtmäßig verarbeitet werden (z.B. keine Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung vorliegt), oder die Verarbeitung für die Zwecke, für welche die Daten erhoben wurden, nicht mehr notwendig ist, oder die Einwilligung widerrufen wird und keine andere Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung besteht. Für den Verantwortlichen könnte die (Weiter)-Verarbeitung der Daten allerdings selbst in diesen Fällen von den Ausnahmen des Art 17 Abs 3 DSGVO gedeckt sein. Eine derartige Ausnahme stellt es etwa dar, wenn die Verarbeitung zur Geltendmachung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen notwendig ist. Allerdings legt die Datenschutzbehörde (DSB) diesen Tatbestand nicht sehr weit aus. So hat die DSB die Begründung der „Notwendigkeit der Datenspeicherung zu Dokumentations- und Kommunikationszwecken“, also zum Zweck einer eventuellen künftigen Kontaktaufnahme, in der Entscheidung DSB-D216.580/0002-DSB/2018 als nicht ausreichend verneint.   Experten: Dr. Gerold Maximilian Oberhumer, Rechtsanwalt und Partner der ScherbaumSeebacher Rechtsanwälte GmbH, WienMMag. Theresia Leitinger, M.A.I.S., Rechtsanwaltsanwärterin ScherbaumSeebacher Rechtsanwälte GmbH, Schwerpunkt Datenschutz und IT-Recht, Wien und Graz www.scherbaum-seebacher.at   Seminartipp! 365 Tage DSGVO
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  • Controlling als Planungs-, Informations- und Kontrollinstanz im Unternehmen

    Die immer größer werdenden Informationseinheiten, welche Unternehmen sammeln und auswerten können, machen es der Unternehmensführung zunehmend schwerer zu unterscheiden, welche Informationen relevant sind und welche nicht. Hier liegt die große Stärke eines guten Controllings, das die Entscheidungsvorbereitung im Unternehmen übernehmen kann. Controlling kommt nicht, wie so oft angenommen von Kontrolle, sondern bedeutet übersetzt so viel wie steuern, bändigen oder regeln. Wenn man sich die Übersetzung vor Augen führt, wird auch ganz schnell klar, dass die Aufgabengebiete im Controlling viel mehr sind als nur eine „Kontrolle“.Grundsätzlich ist es ein Führungsunterstützungssystem, welches sicherstellen soll, dass Planung, Kontrolle und Informationsversorgung zum Wohle des Unternehmens aufeinander abgestimmt sind. Dies bedeutet natürlich auch, dass unternehmerische Entscheidungen weiterhin durch die Unternehmensleitung getroffen werden. Das Controlling dient lediglich der sogenannten Entscheidungsvorbereitung. Genauer gesagt gehören zu den klassischen Aufgaben des Controllings folgende Bereiche: Gestaltung des gesamten Planungs- und Kontrollsystems durch Festlegung von Planungsabläufen, Vorgabe von Planungs- und Kontrollzeitpunkten, Entwicklung und Pflege von Planungsinstrumenten, etc. Informationsversorgung des Managements durch Erstellung und Verteilung zielgruppenspezifischer Berichte (Berichtswesen) Unterstützung des Managements bei strategischen (z.B. Entwicklung neuer Geschäftsfelder), taktischen (z.B. Investitionsanalysen) und operativen Planungen und Entscheidungen (z.B. Produktionsprogrammplanung) Koordination der Budgetierung; das integrierte Unternehmensbudget zeigt die monetären Ergebnisse der aufeinander abgestimmten (Jahres-)Teilpläne (z.B. Absatzplan, Lagerplan, Produktionsplan, Investitionsplan, Personalplan) in Form einer Planbilanz, einer Plan-GuV, einer Plan-Geldflussrechnung sowie Plan-Kennzahlen. Durchführung von Wirtschaftlichkeitskontrollen (z.B. Gegenüberstellung von Plan- und Ist-Kosten) und Analyse identifizierter Abweichungen Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit ein Controlling für spezifische Bereiche zu installieren, welche Unternehmen eventuell besonders betrachten wollen, wie z.B. Risikocontrolling, Projektcontrolling, Innovationscontrolling, Personalcontrolling, Gleichstellungs-Controlling, etc. Für all diese Aufgaben bedarf es einer sehr heterogenen Herangehensweise. Auch diverse Instrumente (z.B. Kostenmanagement, Unternehmensanalyse) werden unterstützend verwendet, verleihen dem Aufgabengebiet jedoch zusätzliche Komplexität. ControllerInnen haben oft unterschiedliche Vorerfahrungen und sehen sich mit vielen unterschiedlichen Herausforderungen im Unternehmen konfrontiert. Oft gibt es, vor allem in KMUs, keine spezifische Stelle mit der ausdrücklichen Beschreibung „Controlling“. Häufig werden die Aufgaben von verschiedenen Personen, wie z.B. der Geschäftsführung selbst, der Leitung des Rechnungswesens, oä. wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, zumindest die grundlegenden Aufgaben und Instrumente zu kennen und deren Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen zu verstehen. Denn dadurch kann das Controlling seine volle Stärke als Planungs-, Informations- und Kontrollinstanz im Unternehmen wahrnehmen.   Autorin: Katharina Felleitner, MSc - Bereichsleiterin und Lektorin für Betriebswirtschaftslehre   Seminartipp! Basiswissen Controlling
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  • Selbstreinigung im Vergaberecht

    Wenn die berufliche Zuverlässigkeit von öffentlichen Auftraggebern angezweifelt wird, werden auf Bieterseite Maßnahmen zur sogenannten Selbstreinigung im Unternehmen erforderlich. Mit dem neuen BVergG 2018 gibt der Gesetzgeber nun einen konkreten Maßnahmenkatalog vor, dessen Umsetzung in der Praxis allerdings erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann.   Änderungen seit dem BVergG 2018 Der öffentliche Auftraggeber hat die klare und unmissverständliche gesetzliche Vorgabe, Aufträge ausschließlich an geeignete Unternehmen zu vergeben (§ 20 Abs 1 BVergG). Kommen dem öffentlichen Auftraggeber im Zuge der Angebotsprüfung aufgrund eines vergangenen Verhaltens des Bieters Zweifel an dessen Eignung, hat er die Umstände näher zu hinterfragen. Kommt der öffentliche Auftraggeber schließlich zum Ergebnis, dass die berufliche Zuverlässigkeit des Bieters tatsächlich nicht gegeben ist, hat er diesen von der weiteren Teilnahme am Vergabeverfahren auszuschließen (§ 78 BVergG). Davor hat er dem Bieter allerdings – unter Vorhalt des in Frage kommenden Ausschlussgrundes – die Möglichkeit zu geben, die berufliche Zuverlässigkeit trotz Vorliegen eines Ausschlussgrundes nachzuweisen (§ 83 Abs 1 BVergG). Im Zuge dieser Selbstreinigung hat der Bieter zunächst darzulegen, dass er konkrete technische, organisatorische, personelle oder sonstige Maßnahmen getroffen hat, die geeignet sind, das nochmalige Begehen der betreffenden strafbaren Handlungen bzw. Verfehlungen zu verhindern (§ 83 Abs 2 BVergG). Um dies glaubhaft zu machen, musste ein Bieter in diesem Zusammenhang bereits vor der Gesetzesnovelle „effektive Maßnahmen“ im Unternehmen nachweisen: Einführung eines qualitativ hochwertigen Berichts- und Kontrollwesens oder Einschaltung einer inneren Revision oder Einführung interner Haftungs- und Schadenersatzregelungen Der Gesetzgeber sieht mit der Novelle des BVergG 2018 weitere Selbstbereinigungsmaßnahmen vor, die der Bieter (mit den bisher bereits geforderten Maßnahmen kumulativ) nachweisen muss: Schadenswiedergutmachung durch Ausgleichszahlungen Aktive Zusammenarbeit mit den ermittelnden Behörden zur Aufklärung des Tatvorwurfs Auch wenn diese Maßnahmen auf den ersten Blick einleuchtend wirken, ist insbesondere die Umsetzung der Schadenswiedergutmachung in der Praxis gar nicht oder oft nur schwer möglich.   Praktische Umsetzungsprobleme bei der Schadenswiedergutmachung Ein Schadensausgleich wird in allen Fällen unproblematisch sein, wenn ein Schaden bereits durch ein Gerichtsurteil rechtskräftig festgestellt wurde. Dann ist der Ausgleich eines Schadens nicht mehr nur als Selbstreinigungsmaßnahme geboten, sondern gerichtlich angeordnet. Was aber passiert in all jenen Fällen, in denen ein Schaden (noch) nicht gerichtlich festgestellt ist? In dieser Lage befinden sich Bieter dann, wenn aufgrund strafrechtlicher Vorwürfe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen wurde. Öffentliche Auftraggeber orten – trotz der in Österreich geltenden Unschuldsvermutung – bereits aufgrund eingeleiteter Ermittlungsverfahren den Verdacht der mangelnden beruflichen Zuverlässigkeit eines Unternehmens. Wie oben dargelegt, wäre nach der derzeitigen Gesetzeslage eine Selbstreinigung nur bei gleichzeitiger Schadenswiedergutmachung durch Ausgleichzahlungen möglich. Muss nun ein Schaden bereits „auf Verdacht“ ausgeglichen werden? Diese Frage wird in den Gesetzesmaterialien zum BVergG 2018 eindeutig mit Ja beantwortet („der Unternehmer [muss] unabhängig vom Vorliegen einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung nachweisen, dass er den durch sein Fehlverhalten verursachten Schaden ersetzt bzw seine Schadenersatzpflicht anerkannt hat“). Zahlt nun eine Gesellschaft einen Schadensausgleich ohne entsprechenden Rechtsgrund (zB. Gerichtsurteil), könnte dies nicht nur als ungewolltes Schuldeingeständnis verstanden werden. Das vertretungsbefugte Organ der Gesellschaft wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit danach mit neuen rechtlichen Problemen konfrontiert: Vorwurf der Gläubigerbenachteiligung wegen rechtsgrundloser Zahlungen und Missachtung der Pflicht zum Vermögenserhalt der Gesellschaft, Vorwurf der Untreue etc. Im Ergebnis kann einem Unternehmen nicht zur Schadenswiedergutmachung in Form einer Ausgleichszahlung ohne rechtskräftig festgestellten Schaden geraten werden. Dies war auch dem Gesetzgeber bewusst, der in den Gesetzesmaterialien zum BVergG 2018 ausdrücklich erläutert, dass von einem Unternehmen nicht verlangt werden kann, Schadenersatzforderungen anzuerkennen oder auszugleichen, die nicht substantiiert und möglicherweise unbegründet sind, bloß damit er die Anforderungen für die Selbstbereinigung erfüllt. Wie die öffentlichen Auftraggeber, die Bieter selbst und die Vergabekontrolle mit diesen Neuerungen umgehen werden, wird sich zeigen. Jedenfalls besteht die Sorge, dass öffentliche Auftraggeber nach Belieben dem einen Bieter die Zuverlässigkeit aberkennen und bei anderen die Selbstreinigungsmaßnahmen wohlwollend anerkennen können. Viele reuige Unternehmer, die ihre Leistungen hauptsächlich öffentlichen Aufraggebern anbieten, werden vor dem drohenden wirtschaftlichen Bankrott wegen vergaberechtlicher Unzuverlässigkeit mit Geld Buße tun. Die vorsorgliche Schadensgutmachung stellt daher eine moderne Form des Ablasshandels dar. Letzteres war auf Dauer noch nie erfolgreich.   Autoren: Mag. Brigitte Berchtold, Rechtsanwältin und Partnerin bei Huber | Berchtold Rechtsanwälte OGIng. Mag. Sandro Huber, Rechtsanwalt und Partner bei Huber | Berchtold Rechtsanwälte OG www.rechtundtechnik.at   Seminartipp! Vergabepraxis und Vergaberecht für Bieter
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  • Technische Sicherheitsunterweisungen

    Sind Sie für die Unterweisung von Mitarbeitern – auch von Lehrlingen – zuständig? Bei vielen löst das Thema Unbehagen aus, denn es drohen administrative Pflichten, ein mehr oder weniger großer Zeitaufwand, das Anlegen einer Dokumentation, ein Haftungsrisiko und eine Vielzahl von Rechtsvorschriften. Doch wer die Materie beherrscht, ist auf der sicheren Seite!   Worum geht es bei technischen Sicherheitsunterweisungen? Einfach gesagt, geht es um Arbeitsmittel einerseits und Verfahren andererseits. Es geht um Arbeitsmittel, die gefährlich sein können und Schäden verursachen können. Und es geht um Arbeitsverfahren, die ein mehr oder weniger großes Sicherheitsrisiko beinhalten.Insgesamt geht es damit um die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, also um den gesundheitlichen Schutz der Arbeitnehmer. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die positive Auswirkung auf das Unternehmen. Bei einem reibungslosen und unfallfreien Arbeitsablauf gibt es weniger Arbeits- und Produktionsausfälle, bessere Arbeitsqualität und zufriedenere Mitarbeiter.   Welche Themen umfasst die technische Sicherheitsunterweisung von Arbeitnehmern? Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (Atemschutz, Gehörschutz, Gesichtsschutz, Sicherheitsschuhe, Schutzhelm etc.) Den richtigen Umgang mit gefährlichen Arbeitsmitteln, zum Beispiel mit Holzbearbeitungsmaschinen, Druckbehältern, Hebebühnen, Hubtischen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen. Den Schutz vor Einwirkungen wie Lärm, Vibrationen, explosionsfähigen Stoffen, Stäuben, elektromagnetischen Feldern, optischer Strahlung usw. Zeitliche und quantitative Begrenzungen bei Exposition mit gefährlichen Stoffen   Wer ist zuständig? Ein Umstand, der diesen Bereich so schwierig macht, ist die Vielzahl an Akteuren, die mit dem Thema zu tun haben und darin involviert sind. Das sind einmal der Arbeitsmediziner und Sicherheitstechniker oder die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung durch eine externe Firma. Mit eingebunden sein kann auch der Baustellenkoordinator, der gemäß § 5 BauarbeitenKoordinationsGesetz für die Gefahrenverhütung, Sicherheit und den Gesundheitsschutz an der Baustelle zuständig ist und auch die verschiedenen Gewerke im Auge behalten muss. Und natürlich der Lehrlingsausbilder, der neben der fachlichen Unterweisung des Lehrlings ebenfalls die Sicherheit nicht vernachlässigen darf.   Jugendliche – Lehrlinge Für Jugendliche bis 18 Jahre (auch Lehrlinge), die unter das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz sowie unter die dazugehörige KJBG-VO fallen, gelten zum Teil Sonderregeln. Zum Beispiel dürfen Tischlerlehrlinge in den ersten 18 Monaten der Ausbildung keine Fräsmaschinen verwenden. Auch für andere gefahrengeneigte Tätigkeiten gelten temporäre oder altersabhängige Verbote für Jugendliche. Damit soll die bei Jugendlichen noch nicht vorhandene Reife und Erfahrung kompensiert werden, damit es zu keinen Unfällen kommt.   Dokumentation der technischen Sicherheitsunterweisung Allgemein schreibt der Arbeitnehmerschutz ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument vor. Dafür gibt es allgemeine Vordrucke sowie Vorlagen für die verschiedenen Branchen, zusammengestellt auf www.eval.at. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von AUVA, WKO und AK. Das Dokument ist am Beginn der Tätigkeit und bei jeder bedeutenden Änderung zu erstellen.Bei ordnungsgemäßer Führung der Sicherheitsunterweisung hat der verantwortliche Arbeitgeber oder der von ihm Beauftragte übrigens auch einen Haftungsvorteil. Er haftet schadenersatzrechtlich nicht oder nur eingeschränkt, wenn ein Unfall oder eine Berufskrankheit leicht oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde.   Autor: Dr. Martin Gillinger   Seminartipp! Sicherheit von Lehrlingen in technischen Betrieben
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  1. 365 Tage DSGVO 365 Tage DSGVO
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