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  1. Präsentation & Rhetorik für Führungskräfte

    Selbstbewusst und klar, authentisch und überzeugend als Führungskraft!

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  2. Basiswissen Controlling

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  3. Social Media und Arbeitsrecht

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Weitere super geile Beiträge
  • Erkrankung im Urlaub – was Arbeitgeber wissen müssen

    Erkranken bzw. verunfallen ArbeitnehmerInnen während des Urlaubs stellen sich beispielsweise nachstehende Fragen: Werden die Krankenstandstage auf das Urlaubsausmaß angerechnet? Darf der Urlaub einfach um die Krankenstandstage verlängert werden? Im Folgenden soll aufgezeigt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Urlaub durch eine Krankheit oder einen Unfall unterbrochen wird.   1. Voraussetzungen für eine Urlaubsunterbrechung durch Krankheit oder Unglücksfall Vor dem Hintergrund, dass der Urlaub der Erholung dienen soll, ist es sachgerecht, dass der Gesetzgeber in § 5 Urlaubsgesetz (UrlG) eine Regelung geschaffen hat, mit welcher der Urlaub unter bestimmten Voraussetzungen unterbrochen wird. Nur bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen werden die (auf Werktage fallenden) Krankenstandstage auf das Urlaubsausmaß angerechnet. Als Gründe für die Unterbrechung des Urlaubes werden im Gesetz die Krankheit und der Unglücksfall (=Unfall) genannt. Die Krankheit bzw. der Unglücksfall müssen eine Arbeitsunfähigkeit der ArbeitnehmerInnen zu Folge haben. Eine Erkrankung oder ein Unfall muss während des Urlaubs eintreten. Für den Fall, dass z.B. eine Erkrankung bereits vor dem Urlaubsantritt vorlag und in den Urlaub hineinreicht, berechtigt sie grundsätzlich zum Rücktritt von der Urlaubsvereinbarung. Die Erkrankung/der Unglücksfall dürfen nicht durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten von ArbeitnehmerInnen herbeigeführt worden sein. Steht die Erkrankung/der Unfall in ursächlichem Zusammenhang mit einer während des Urlaubs ausgeübten Erwerbstätigkeit der ArbeitnehmerInnen und widerspricht diese Erwerbstätigkeit dem Erholungszweck des Urlaubs, ist eine Anrechnung auf das Urlaubsausmaß ausgeschlossen.  Die Erkrankung bzw. der Unfall müssen eine länger als drei Kalendertage dauernde Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben. Das bedeutet, erst ab dem vierten Krankenstandstag ist eine Unterbrechung des Urlaubs möglich. ArbeitnehmerInnen sind verpflichtet den ArbeitgeberInnen die Erkrankung/den Unglücksfall unverzüglich nach dreitägiger Krankheitsdauer mitzuteilen. Natürlich können ArbeitnehmerInnen diese Mitteilung auch schon vor Ablauf der drei Kalendertage vornehmen. Sollte aus von ArbeitnehmerInnen zu vertretenden Gründen die unverzügliche Mittelung nicht möglich sein (z.B. Abgelegenheit des Urlaubsortes), so ist diese unmittelbar nach Wegfall des Hinderungsgrundes vorzunehmen. ArbeitnehmerInnen haben unverzüglich und ohne weitere Aufforderung durch ArbeitgeberInnen beim Wiederantritt der Arbeit ein ärztliches Zeugnis oder eine Bestätigung des zuständigen Krankenversicherungsträgers über Beginn, Dauer und Ursache (keine Diagnose, sondern z.B. Krankheit oder Unfall) der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Im Falle einer Erkrankung bzw. eines Unfalls im Ausland enthält § 5 UrlG strengere Vorgaben zur Nachweispflicht. Dem ärztlichen Zeugnis muss in diesem Fall eine behördliche Bestätigung beigefügt werden, dass es von einem zur Ausübung des Arztberufes zugelassenen Arztes ausgestellt wurde. Erfolgt die ärztliche Behandlung stationär oder ambulant in einer Krankenanstalt, so ist diese behördliche Bestätigung nicht erforderlich, sofern eine Bestätigung der Krankenanstalt vorgelegt wird. Kommen ArbeitnehmerInnen der Mitteilungs- und Nachweispflicht nicht nach, besteht der Anspruch auf Unterbrechung des Urlaubes nicht. Bei Vorliegen aller Voraussetzungen wird der Urlaub unterbrochen und die auf Werktage fallenden Krankenstandstage werden auf das Urlaubsausmaß angerechnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich der Urlaub automatisch um die Krankenstandstage verlängert. Hierfür bedarf einer erneuten Urlaubs-vereinbarung zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen.   2. OGH-Judikatur Unter bestimmten Voraussetzungen ließ der Oberste Gerichtshof (OGH) eine analoge Anwendung des § 5 UrlG auf einen Fall der Pflegefreistellung mit dem Argument der Beeinträchtigung des Erholungszwecks zu. Hingegen verneinte er dies bei der Betreuungsfreistellung im Sinne des § 16 Abs 1 Z 2 UrlG. Gesondert ist auch der Fall einer Erkrankung während eines Zeitausgleichs zu betrachten. Auch hier verneinte OGH eine analoge Anwendung des § 5 UrlG, da beim Urlaub der Erholungszweck im Vordergrund stehe. Aus einer jüngst ergangenen Entscheidung des OGH geht hervor, dass eine SMS als Mitteilung nicht ausreichend ist, wenn daraus nicht ersichtlich ist, dass die angeführten gesundheitlichen Probleme eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben.   3. Fazit Unter ganz bestimmten, in § 5 UrlG angeführten Voraussetzungen wird der Urlaub auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls unterbrochen, da der Erholungszweck des Urlaubs nicht mehr gegeben ist.   Autorin: Lisa Sabitzer, Senior Spezialistin Recht   Seminartipp! Update Arbeitsrecht
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  • Umbau von Maschinen

    Der korrekte Umbau von Maschinen ist für viele Unternehmen wichtig, da regelmäßig Umbauten in der betrieblichen Praxis unabhängig vom ursprünglichen Herstellungsjahr der Maschine durchgeführt werden.   Umbau, Nachrüsten, Austausch Wenn eine Maschine umgebaut wird, dann betrifft dies eine Maschine, die keine formalen oder sicherheitstechnischen Mängel aufweist. Entweder verfügt die Maschine über eine CE-Kennzeichnung – was ab dem 1.1.1995 in Österreich der Fall war – und entspricht somit der Maschinen-Sicherheitsverordnung (MSV) bzw. Maschinen-Sicherheitsverordnung 2010 oder aber die Maschine, die umgebaut werden soll, ist vor dem 1.1.1995 in Verkehr gebracht worden. Für diese Maschinen müssen die Bestimmungen des 4. Abschnittes der Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) erfüllt werden. Umgebaut werden „nur“ Maschinen, die gesetzlich „in Ordnung“ sind. Ein Nachrüsten auf den gesetzlichen Stand wird in der Praxis auch oftmals als Umbau bezeichnet, hat aber mit dem Umbau im eigentlichen Sinne nichts zu tun! Ein weiterer Begriff, der im Zusammenhang mit Veränderungen an bestehenden Maschinen verwendet wird, ist der Begriff des Austausches. Von einem Austausch spricht man dann, wenn gleichwertige Teile „1:1“ gewechselt werden. Dies ist kein Umbau.   Gesetzliche Grundlage zum Umbau einer Maschine Die gesetzliche Grundlage zum Umbau einer Maschine ist im § 35 (2) des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) gegeben. Dort ist festgelegt, dass vor einem Umbau von Maschinen zunächst der Hersteller der Maschine kontaktiert werden muss, um abzuklären, inwieweit der bevorstehende Umbau durch die Auslegung der Maschine (Risikobeurteilung des Herstellers) abgedeckt ist oder nicht. In den meisten in der Praxis auftretenden Fällen wird der Hersteller für die anstehenden Umbaumaßnahmen keine Verantwortung übernehmen.   Gefahrenanalyse Aber auch wenn der Hersteller sein Einverständnis verweigert oder es gar keinen Hersteller mehr gibt, darf umgebaut werden. In diesem Fall muss der Umbau auf Basis einer Gefahrenanalyse erfolgen. Das heißt, man muss anhand einer Gefahrenanalyse nachweisen, ob es sich um einen „wesentlichen“ Umbau handelt oder nicht.   Umbau – „wesentlich“ oder nicht? Bei einem „wesentlichen“ Umbau wird der Umbauer bzw. Betreiber zum Inverkehrbringer einer neuen Maschine. Das heißt, es ist (neuerlich) ein Konformitätsbewertungsverfahren nach der Maschinen-Sicherheitsverordnung (MSV) 2010 zu durchlaufen. Die entscheidende Frage ist nun, wann spricht man von einem „wesentlichen“ Umbau? Im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) wird keine nähere Erläuterung zum Begriff „wesentlich“ gemacht. Das hat in der Vergangenheit oft dazu geführt, dass verschiedene Stellen unterschiedliche Interpretationen zu einem „wesentlichen“ Umbau gehabt haben.   Grundsätzliche Bedingungen für die Einstufung als „wesentlicher“ Umbau Der Umbau einer Maschine wird jedenfalls als „wesentlich“ eingestuft, wenn mindestens einer der drei genannten Bedingungen erfüllt ist: die bestimmungsgemäße Verwendung der Ursprungsmaschine wird verändert oder eine tiefgreifende Verkettung wird vorgenommen oder eine Leistungserhöhung, die bauliche Maßnahmen an der Maschine notwendig machen, wird vorgenommen. Trifft einer der drei Fälle für den Umbau einer Maschine zu, handelt es sich um einen „wesentlichen“ Umbau und es muss das Konformitätsbewertungsverfahren nach Maschinen-Sicherheitsverordnung (MSV) 2010 in Angriff genommen werden. Trifft keiner der drei genannten Punkte zu, dann befindet man sich in der Anwendervorschrift (im ASchG und in Folge der AM-VO) und wird nicht zum Hersteller von einer (neuen) Maschine. Eine Gefahrenanalyse mit den entsprechend umzusetzenden Maßnahmen ist in diesem Fall ausreichend.   Arbeitshilfe: AUVA-Folder „Umbau von Maschinen“ Da es in der Vergangenheit von verschiedenen Stellen oft unterschiedliche Interpretationen zur Beurteilung eines „wesentlichen“ Umbaus gegeben hat, stellt die AUVA eine kostenfreie Arbeitshilfe zur Verfügung. Der Folder „Umbau von Maschinen“ wurde unter Führung der AUVA und unter Mitarbeit vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, dem Zentralarbeitktorat (ZAI), dem TÜV Austria GmbH und einigen Herstellern von Sicherheitskomponenten geschaffen. Das folgende Ablaufschema zur Herangehensweise beim Umbau ist dem Folder entnommen: Quelle: AUVA; Folder Umbau von Maschinen, Ablaufschema Wie im Ablaufschema zu sehen ist, wird der Prozess mit einer Gefahrenanalyse gestartet. Anhand einer Gefahrenanalyse sind alle den Umbau betreffenden Gefährdungen und Belastungen zu ermitteln. Diese sind in Folge zu beurteilen, in weiterer Folge müssen diese Gefährdungen und Belastungen mit entsprechenden Maßnahmen beseitigt werden.   Autor: DI Stefan Krähan   Seminartipp! Umbauen und Verändern von Maschinen
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  • DSGVO Leuchtturm-Entscheidung der Datenschutzbehörde, Teil 3

    Im Bescheid DSB-D213.692/0001-DSB/2018 wurde ein Unternehmen zu einem umfassenden Leistungsauftrag verpflichtet. Wie müssen Sie laut Datenschutzbehörde eine rechtskonforme Datenschutzerklärung gestalten? Wann sind Sie zur Datenschutzfolgenabschätzung verpflichtet?   3. „Keine rechtskonforme Datenschutzerklärung“ In einem Versuch die Informationspflichten gemäß Art 13 und 14 DSGVO zu erfüllen, erstellt das Unternehmen eine Datenschutzerklärung, in der beide Verpflichtungen miteinander vermischt sind.Dabei kommt es zu folgenden Verstößen: a) Für den Betroffenen ist nicht mehr ersichtlich, für welche Datenkategorien Dritte als Quelle angeführt werden und welche Daten beim Betroffenen selbst erhoben werden. Das stellt einen Verstoß gegen Art 12 Abs.1 DSGVO dar. b) In der Datenschutzerklärung wird ein Datenschutzbeauftragter angeführt, der behördlich nicht bestellt wurde. Die damit verbundenen Garantien gelten gegenüber der Behörde für diese Person also nicht, auch wenn der Betroffene davon ausgehen muss. c) Die angeführten Rechtsgrundlagen sind irreführend, und da in der Kerntätigkeit Daten der besonderen Kategorie verarbeitet werden, gelten als Rechtsgrundlage ausschließlich jene der abschließenden Liste in Art 9 Abs 2. Allfällige berechtigte Interessen für die Verarbeitung von „normalen“ personenbezogenen Daten werden zwar behauptet aber nicht näher spezifiziert, was einen Verstoß gegen Art 6 Abs1 DSGVO darstellt. d) Auf den Widerspruch als Recht des Betroffenen bei einer Einwilligung wird nicht speziell hingewiesen, was einen Widerspruch gegen Art 13 Abs 2 lit c darstellt. Daraus folgt: Informationen nach Art 13 und 14 DSGVO müssen spezifisch erfolgen. Für den Betroffenen muss klar erkennbar sein, welche Datenkategorien von welcher Quelle oder vom Betroffenen selbst erhoben wurden. Bei der Angabe von Rechtsgrundlagen müssen für die Verarbeitung von Daten der besonderen Kategorie auch die eng einzuschätzenden Rechtsgrundlagen gemäß Art 9 Abs 2 gelten. Wenn gemäß Art 37 DSGVO ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss, genügt es nicht eine Person als solche anzuführen. Eine offizielle Bestellung ist zwingende Voraussetzung, damit die Sonderstellung eines Datenschutzbeauftragten, vor allem die „Wahrung der Geheimhaltung oder der Vertraulichkeit“ auch gegenüber der Behörde gilt. Ein Betroffener könnte auf Basis einer fälschlichen Angabe eines Datenschutzbeauftragten vertrauliche Informationen preisgeben, deren Geheimhaltung nicht gewährleistet ist. Zu guter Letzt muss sichergestellt sein, dass alle im Gesetz definierten Felder in einer rechtskonformen Datenschutzerklärung vorhanden sind - inkl. Widerspruchs- und Beschwerderecht.   4. Pflicht zur Prüfung, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist Das Unternehmen versucht auf Basis der Ausnahmen in der „Whitelist der Datenschutzbehörde“ (DSFA-AV) den Punkt § 1 iVm DSFA-A12 als Begründung dafür anzuführen, keine Datenschutzfolgenabschätzung durchzuführen. Die angeführte Ausnahme-Regelung gilt aber nur für die Verarbeitungen eines einzelnen Arztes und nicht für das Szenario des Unternehmens. Auch wenn es keinen definierten Eintrag in der „Blacklist“ gibt, also jener Unterlage die zu einer Datenschutzfolgenabschätzung verpflichtet, hat das Unternehmen doch zumindest gegen die Verpflichtung zur Prüfung der Notwendigkeit verstoßen. Daraus folgt: Die Freigaben gemäß der Whitelist der Datenschutzbehörde sind eng auszulegen. Nur wenn eine Verarbeitung vollständig den angeführten Beispielen entspricht, kann von einer Ausnahme von Art 35 ausgegangen werden. Die Blacklist ist keine abschließende Liste, sondern soll Aufschluss über die zugrunde liegende Beurteilung geben Das verantwortliche Unternehmen hat die Pflicht, diese Prüfung durchzuführen und zu dokumentieren.   Autor: Wolfgang MaderZert. Datenschutzbeauftragterwww.median.one   Seminartipp! 365 Tage DSGVO
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  • DSGVO Leuchtturm-Entscheidung der Datenschutzbehörde, Teil 2

    Im Bescheid DSB-D213.692/0001-DSB/2018 wurde ein Unternehmen zu einem umfassenden Leistungsauftrag verpflichtet. Wie die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten ausgelegt wird und wie eine zulässige Einwilligungserklärung gestaltet sein muss, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.   1. „Verpflichtende Bestellung eines Datenschutzbeauftragten (Art 37 DSGVO)“ Das Unternehmen hat zwar auf der eigenen Homepage und in diversen Unterlagen einen Ansprechpartner für Datenschutz angeführt, bei der Behörde aber keinen Datenschutzbeauftragten benannt. Verantwortliche benennen auf jeden Fall einen Datenschutzbeauftragten, wenn die Kerntätigkeit des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von Daten gemäß Art. 9 DSGVO besteht (Art. 37 Abs. 1 lit. c DSGVO).Die in den Leitlinien der WP29-Arbeitsgruppe (https://www.dsb.gv.at/europaischer_datenschutzausschuss_edsa) festgehaltenen Ausnahmen gelten nicht, weil es sich beim Verantwortlichen nicht um einen einzelnen Arzt handelt, sondern um ein Unternehmen, das mehrere Ärzte und medizinische Berater beschäftigt. Zu berücksichtigen ist: a) die Zahl der Betroffenen, entweder als konkrete Anzahl oder als Anteil der entsprechenden Bevölkerungsgruppe;b) die verarbeitete Datenmenge bzw. Bandbreite der unterschiedlichen verarbeiteten Datenelemente;c) die Dauer oder Dauerhaftigkeit der Datenverarbeitung;d) das geografische Ausmaß der Datenverarbeitung. Daraus folgt: Unter dem Aspekt, dass Daten der besonderen Kategorie (Art 9 DSGVO) im Rahmen der Kerntätigkeit verarbeitet werden, dem Umstand, dass die Daten mindestens 10 Jahre zu speichern sind und mehr als ein Arzt „verarbeitet“ ergibt sich der Schluss, dass gemäß Art 37 DSGVO ein Datenschutzbeauftragter verpflichtend offiziell benannt hätte werden sollen.   2. „Unzulässige Einwilligung“ Das verantwortliche Unternehmen möchte sich in einer Einwilligung vom Patienten die Freigabe holen, entgegen anderslautender Regeln Daten unverschlüsselt zu transportieren. In der angeführten Einwilligungserklärung wird festgehalten, dass ohnedies andere Rechtsgrundlagen vorliegen und die Einwilligung nur ergänzend eingeholt wird. Dabei muss der Betroffene unter anderem auch „unwiderruflich“ zustimmen, dass der Verantwortliche jederzeit andere Unternehmen und/oder Personen zur Durchführung der vereinbarten Dienstleistung heranziehen darf. Die Sachlage: a) Eine mit der Einwilligung zur Verarbeitung verknüpfte Freigabe zur unverschlüsselten Übermittlung ( die der Betroffene nicht geben kann – das ist vom Verantwortlichen auf Basis von Art 32 selbst zu entscheiden; gegenwärtig gibt es dafür auch keine gültigen gesetzlichen Regelungen) . b) Durch die Vermischung mit anderen Rechtsgrundlagen, die durchwegs unspezifisch angegeben wurden, ist unklar, wofür die Einwilligung überhaupt erteilt wurde. a. Vertragliche Dokumentationspflicht auf Basis des Ärztegesetzes? b. Unspezifische gesetzliche Verpflichtungen c. Zur Wahrung (unspezifischer) berechtigter Interessen c) Vom Betroffenen wurde die „unwiderrufliche“ Einwilligung eingeholt, dass Sublieferanten eingesetzt werden können. Daraus folgt: Die Koppelung von verschiedenen Themen in einer Verarbeitung ist für sich bereits rechtswidrig (unverschlüsselte Übermittlung und Einwilligung zur Verarbeitung). Die Rechtsgrundlagen werden in einer Form angeführt, die nicht rechtlich gültig sind. Es werden gesetzliche Verpflichtungen und berechtigte Interessen angeführt, die bei Vorliegen eine Einwilligung überflüssig machen würden, aber gleichzeitig so unspezifisch sind, dass ein Betroffener gar nicht wissen würde, wogegen er widersprechen müsste. Die Frage ob eine verschlüsselte Übermittlung gemäß Art 32 angemessen wäre, ist wiederum keine die der Betroffene entscheiden muss oder kann, sondern nur durch den Verantwortlichen begründet und entschieden wird. Zu guter Letzt will sich der Verantwortliche noch die Erlaubnis vom Betroffenen holen, Sub-Dienstleister einzusetzen, um das Gesetz zu befolgen - also Auftragsverarbeiter nach Art 28 DSGVO in die Verarbeitung einzubinden. Auch das entzieht sich der Entscheidung eines Betroffenen, der nur über eine Datenübermittlung an andere Unternehmen informiert werden muss. Die Auftragsverarbeitung selbst muss aber Art 28 DSGVO genügen und darf ausschließlich durch das verantwortliche Unternehmen entschieden werden.   >> Weiter zu "DSGVO Leuchtturm-Entscheidung der Datenschutzbehörde, Teil 3"   Autor: Wolfgang MaderZert. Datenschutzbeauftragterwww.median.one   Seminartipp! 365 Tage DSGVO
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  • DSGVO Leuchtturm-Entscheidung der Datenschutzbehörde, Teil 1

    Von rechtskonformer Datenschutzerklärung bis Datenschutzfolgenabschätzung – informieren Sie sich in drei Blogbeiträgen über die Verstöße eines Unternehmens und den richtungsweisenden neuen Bescheid der Datenschutzbehörde. Im Bescheid DSB-D213.692/0001-DSB/2018 zeigt uns die österreichische Datenschutzbehörde sehr viel von Ihrer Denkweise und den Entscheidungen im Rahmen Ihrer Prüfungen. Wir nennen solche Ergebnisse „Leuchtturm-Bescheide“, weil sie als Präzedenz für andere Fälle herangezogen werden können, vor allem wenn sie rechtskräftig werden. In diesem Bescheid gibt es sehr klare Aussagen zur „Bestellung eines Datenschutzbeauftragten“, der „Zulässigkeit von Einverständniserklärungen“, der „Informationspflicht in rechtskonformen Datenschutzerklärungen“ und der „Pflicht zur Überprüfung, ob eine Datenschutzfolgenabschätzung verpflichtend ist“.   Zum Fall: Eine gemäß Art 33 gemeldete Sicherheitsverletzung bei einem Allergie-Ambulatorium hat zu einem amtswegigen Prüfverfahren geführt, um festzustellen ob der Verantwortliche alle Pflichten der DSGVO einhält. Das Unternehmen wurde aufgefordert: das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten zu übermitteln; die an die Patienten auszuhändigenden Datenschutzerklärungen zu übermitteln; bekanntzugeben, ob bzw. unter welchen Umständen Daten nicht direkt bei der betroffenen Person ermittelt werden; die Gründe zu nennen, warum kein Datenschutzbeauftragter benannt wurde; die vom Verantwortlichen durchgeführten Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) anher zu übermitteln, oder die Gründe bekannt zu geben, warum DSFA aus Sicht des Verantwortlichen unterbleiben durfte(n); die Gründe zu nennen, warum ein Hinweis auf Cookies unterbleiben durfte bzw. ein Opt-Out nicht vorzusehen war; soweit keine DSFA vorzunehmen war, bekannt zu geben, welche Datensicherheitsmaßnahmen bestehen und welche Datenminimierungsmaßnahmen ergriffen wurden bzw. werden; soweit sich dies nicht aus dem Verzeichnis ergibt, die Speicherdauer der Daten bekannt zu geben und mitzuteilen, ob eine Speicherung in Cloud-Diensten oder auf Servern im EWR oder in Drittländern stattfindet; Auftragsverarbeiter und Übermittlungsempfänger bekannt zu geben; die gemäß § 30 Abs. 3 DSG und die gemäß § 9 Verwaltungsstrafgesetz 1991 (VStG) bestellte Person bekannt zu geben.   Die Prüfung der Datenschutzbehörde ergab einen Leistungsauftrag für das Unternehmen in den folgenden Punkten: Bestellung eines Datenschutzbeauftragten (Art 37 DSGVO) Nachbesserung bei der Einwilligungserklärung von Patienten Gestaltung einer rechtskonformen Datenschutzerklärung Prüfung, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist    >> Weiter zu "DSGVO Leuchtturm-Entscheidung der Datenschutzbehörde, Teil 2"   Autor: Wolfgang MaderZert. Datenschutzbeauftragterwww.median.one   Seminartipp! 365 Tage DSGVO
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