• hd-ph
    • Beratung

      Sie haben Fragen zu den
      Seminaren oder benötigen
      Hilfe bei der Buchung?

      Rufen Sie uns an unter:

      +43 1 97000 100

  • newa
    • Newsletter

      Profitieren Sie von aktuellen Fachinformationen und relevanten Seminar-Angeboten!

      >> Newsletter anmelden

SEMINARTHEMEN

Seminarprogramm 2020 PDF
  • Hoher Praxisbezug
  • Fachliche Qualität
  • Aktuelle Themen
  • Rechtssicher

Neue seminare

  1. Betriebsprüfung

    Vermeiden Sie Beanstandungen und Nachzahlungen bei Betriebsprüfungen!

    • Wien

      25.03.2020
  2. Führen im mittleren Management

    Produktiver Umgang mit widersprüchlichen Erwartungen

    • Wien

      12.03.2020 29.09.2020
  3. Personalcontrolling

    Unterstützung in strategischen und operativen Personalfragen!

    • Wien

      20.02.2020 22.09.2020
  4. Risiken vermeiden in der IT-Abteilung

    IT-Verantwortliche sind persönlich haftbar!

    • Wien

      05.03.2020 14.10.2020
  5. Vertriebscontrolling 4.0

    Planen und steuern Sie Ihren digitalen Vertrieb mit Daten und Kennzahlen

    • Wien

      26.05.2020 13.10.2020

Neues im blog

Weitere super geile Beiträge
  • Technische Prüfpflichten: Rechtliche Absicherung & Grundlage des sicheren Betriebsablaufs

    Der Betreiberverantwortung wird durch den Gesetzgeber immer mehr Gewicht beigemessen. Um den Verpflichtungen nachzukommen, die sich aus der Betreiberverantwortung ergeben, müssen Unternehmen ein wirksames innerbetriebliches System zur Durchführung und Dokumentation von vorgeschriebenen Prüfungen und Maßnahmen einrichten.   Prüfpflichten als Teil der Betreiberverantwortung Dabei handelt es sich vor allem um Prüfpflichten zum Nachweis der technischen Sicherheit und zum Nachweis von Maßnahmen des Arbeitnehmerschutzes. im Idealfall dienen diese Nachweise nicht nur der rechtlichen Absicherung, sondern bilden auch die Grundlage für einen sicheren und störungsfreien Betriebsablauf.   Sicherer Betriebsablauf Ein sicherer Betriebsablauf wird vor allem ermöglicht durch die Arbeitsplatzevaluierung, die eine Erhebung und Beurteilung aller Gefahren erfordert, die bei bestimmten Tätigkeiten und der Verwendung von Maschinen, Geräten, Arbeitsmitteln und Einsatzstoffen auftreten können. Zudem müssen Schutzmaßnahmen für die beschäftigten Arbeitnehmer abgeleitet werden. die Prüfungen, Messungen oder Kontrollen und Wartungen der maschinellen oder technischen Einrichtungen im Betrieb. Diese Maßnahmen sind in der Regel in wiederkehrenden Abständen durchzuführen, um die Funktionstüchtigkeit und technische Sicherheit unter Beweis zu stellen. Meist ist es ausdrücklich gefordert, entsprechende Nachweise in Form von Aufzeichnungen, Protokollen, Prüf- und Messbefunden, Gutachten usw. zu führen, um gegenüber der Behörde jederzeit die Einhaltung bzw. Erfüllung der Vorschriften dokumentieren zu können.   Rechtliche Absicherung des Arbeitgebers Es empfiehlt sich, auch in Fällen, in denen dies nicht ausdrücklich in den gesetzlichen Vorschriften verlangt wird, entsprechende Aufzeichnungen zu führen. Denn derartige Nachweise können vor allem bei Unfällen mit gesundheitlichen Schäden eine nicht unbedeutende Rolle zur strafrechtlichen Absicherung des Arbeitgebers spielen.   Gesetze, Verordnungen, Normen und Richtlinien Gesetze und Verordnungen auf nationaler Ebene und EU-Verordnungen stellen verbindlich einzuhaltende Vorschriften dar, bei deren Verletzung Strafsanktionen drohen. Demgegenüber repräsentieren (technische) Normen und Richtlinien den Stand der Technik und haben den Stellenwert der allgemeingültigen Sachverständigenmeinung, die in Fachgremien beraten und von diesen veröffentlicht wird. Auch wenn sie nicht bindend sind – es sei denn, dass sie im Einzelfall durch gesetzliche Bestimmungen für verbindlich erklärt werden oder ihre Beachtung im Rahmen des Genehmigungsbescheides vorgeschrieben wird – stellen sie eine Grundlage dar, von der abzuweichen es einer Begründung bedarf.   Anpassungspflicht an den Stand der Technik Eine generelle Anpassungspflicht an den geänderten Stand der Technik als Betreiberverpflichtung ist mit Ausnahme von IPPC-Anlagen nicht festgeschrieben. Unter den besonderen Bedingungen des Standortes einer Betriebsanlage kann jedoch die Behörde die Anpassung vorschreiben. Für Betriebe, die unter die Bestimmungen des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) fallen, kann durch die Verpflichtung zur Einsparung des Energieverbrauchs ebenfalls ein Anpassungsbedarf resultieren, etwa in Form des Austausches energieintensiver Maschinen und Geräte oder des Umstiegs auf eine andere, energieärmere Produktionsweisen.   Technische Prüfpflichten im Detail Abgesehen von diesen Anpassungspflichten beinhalten die rechtlichen Bestimmungen folgende Verpflichtungen: Die Abnahmeprüfung und wiederkehrende sowie gegebenenfalls außerordentliche Überprüfungen, insbesondere als Nachweis der technischen Sicherheit von betrieblichen Einrichtungen, wie z.B. von bestimmten Arbeitsmitteln, von Druckgeräten, Aufzügen oder Hebezeugen Messungen, z.B. als Nachweis der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten oder der maximalen Konzentrationen am Arbeitsplatz, des Vorhandenseins explosionsfähiger Atmosphären oder der Strahlenbelastung Meldungen, wie etwa der aggregierten Jahresemissionen von Luftschadstoffen, des Lösungsmittelverbrauchs, der Abfallmengen, aber auch von Stör- oder Unfällen Aufzeichnungen und Dokumentationen, z.B. über die Evaluierung der Arbeitsplätze, durchgeführte Unterweisungen von Arbeitnehmern, die Vornahme der regelmäßigen Überprüfungen der Betriebsanlage gem. § 82b Gewerbeordnung (GewO), die Wartung von Maschinen und Geräten, das Abfallwirtschaftskonzept und dessen regelmäßige Fortschreibung, gegebenenfalls kontinuierliche Emissionsmessungen in Form der Messaufzeichnungen, die Lösungsmittelbilanz usw.   Seminartipp! Technische Prüfpflichten im Betrieb
    Mehr erfahren...
  • Wiederkehrende Prüfung von Schutzausrüstung gegen Absturz

    Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz muss zumindest einmal jährlich überprüft werden. Dieses Intervall kann jedoch, je nach Einsatzdauer und -bedingungen sowie nach den betrieblichen Verhältnissen, bei Bedarf gekürzt werden. Wurde die wiederkehrende Prüfung nicht durchgeführt bzw. nicht bestanden, darf die PSA nicht weiter verwendet werden! Diese Bestimmungen für die wiederkehrende Prüfung von PSA gegen Absturz werden durch die Verordnung über persönliche Schutzausrüstung (PSA-V) vorgeschrieben. Die Verordnung legt auch fest, dass diese Überprüfungen von einem fachkundigen Prüfer durchgeführt werden müssen. Zudem gibt die Verordnung vor, wie die Inhalte der Prüfungen zu dokumentieren sind. In der Praxis stellen diese Prüfungen viele Arbeitgeber vor eine enorme Herausforderung! Vor allem die Frage, wer tatsächlich eine sogenannte „fachkundige“ Person ist, sorgt oft für Unsicherheiten. Die PSA-V trifft hier folgende Aussage: Fachkundige Personen im Sinn dieser Verordnung sind Betriebsangehörige oder sonstige Personen, die die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Berufserfahrungen hinsichtlich der jeweiligen persönlichen Schutzausrüstungen und Zusatzausrüstungen besitzen und die Gewähr für eine gewissenhafte Durchführung der ihnen übertragenen Arbeiten bieten.   Erlangung der fachlichen Kenntnisse durch Schulung und Weiterbildung Es gibt für die Erlangung der fachlichen Kenntnisse momentan eine Vielzahl von Anbietern. Leider sind dafür keine gemeinsamen Richtlinien oder Bestimmungen verfügbar, welche die Dauer und die Inhalte diese Schulungen regeln. Dadurch kommt es zu deutlichen Qualitätsunterschieden, die nicht immer leicht zu erkennen sind.   Ausreichende Berufserfahrung Ein ähnliches Problem gilt ebenfalls bei der Berufserfahrung. Da der Umfang der Berufserfahrung nicht genauer definiert ist, besteht ein gewisser Spielraum. Es kann jedoch gesagt werden, dass ein Mitarbeiter, der nur für die Prüfung der PSA eingesetzt werden soll, jedoch nie damit gearbeitet hat, nicht über ausreichend Erfahrung verfügt! Falls es jedoch aufgrund einer falsch durchgeführten Prüfung zu einem Unfall kommen sollte, ist die ausreichende Berufserfahrung eine Streitfrage, die vor Gericht zu klären ist.   Dokumentation der wiederkehrenden Prüfung Auch die Dokumentation einer solchen wiederkehrenden Prüfung wird in der Arbeitswelt sehr oft unzureichend bzw. falsch durchgeführt. Es darf nicht einfach nur „Prüfung bestanden“ als einzige Dokumentation vorhanden sein. Die einzelnen Prüfungen, wie z.B. Korrosionsschäden, Risse oder ähnliches müssen aufgelistet und einzeln bewertet werden. Zusätzlich müssen auch das Prüfdatum und Name und Anschrift des Prüfers, der Prüfstelle und auch die entsprechende Unterschrift vorhanden sein. Diese Aufzeichnungen müssen bis zum Ausscheiden der PSA aufbewahrt und verfügbar gemacht werden. Erst wenn die wiederkehrende Prüfung erfolgreich bestanden worden ist, darf die persönliche Schutzausrüstung weiter verwendet werden. Auch wenn die Anforderungen an die wiederkehrende Prüfung für viele Unternehmen abschreckend wirken, sind diese nicht schwer umzusetzen und bieten auch eine entsprechende Rechtssicherheit, wenn man sich daran hält. Die Zukunft wird noch zeigen, ob von den entsprechenden Stellen eine gemeinsame Richtlinie zur Ausbildung von fachkundigen Personen für die Prüfung von PSA erstellt wird, damit der Sicherheitsstandard erhöht werden kann.   Autor: Ing. Daniel Krätschmer, MSc, Fachkundiges Organ der Hauptstelle der AUVA im Bereich Prävention   Seminartipp! Innerbetrieblicher Prüfer für PSA gegen Absturz
    Mehr erfahren...
  • Außenprüfung (früher: Betriebsprüfung)

    Die Vorschriften für die Außenprüfung finden sich in den §§ 143 bis 153 Bundesabgabenordnung. § 147 (1) lautet: „Bei jedem, der zur Führung von Büchern oder von Aufzeichnungen oder zur Zahlung gegen Verrechnung mit der Abgabenbehörde verpflichtet ist, kann die Abgabenbehörde jederzeit alle für die Erhebung von Abgaben bedeutsamen tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse prüfen (Außenprüfung).“ Wenn sich ein Betriebsprüfer beim Unternehmen meldet, hat das Unternehmen in der Regel nichts falsch gemacht, denn jedes Unternehmen wird mehr oder weniger regelmäßig geprüft.   Die Auswahl der zu prüfenden Betriebe erfolgt nach verschiedenen Kriterien: Zeitauswahl: Die letzte Prüfung liegt schon länger zurück Gruppenauswahl: Die EDV bestimmt mittels Zufallsprinzip einzelne Betriebe einer bestimmten Branche zur Prüfung Einzelauswahl: Nur hier wird die Prüfung auf Anregung eines Mitarbeiters der Finanzverwaltung eingeleitet Je nach Umsatz des Betriebes, erfolgt die Prüfung durch die Prüfer des Teams des zuständigen Finanzamtes oder durch Prüfer der Abteilung für Großbetriebsprüfung. Seit 1.1.2009 liegt die Grenze bei 9,68 Mio €.   Neben der Außenprüfung gibt es vor allem noch folgende Prüfungen: Umsatzsteuerprüfungen: Hier wird die Einhaltung materieller und formeller Vorschriften im Bereich der Umsatzsteuer im zeitnahen Rahmen überprüft. Gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben (GPLA): Seit 2003 werden Lohnsteuer-, Sozialversicherungs- und Kommunalsteuerprüfungen durch ein Prüforgan der Finanzverwaltung oder des Sozialversicherungsträgers gemeinsam durchgeführt. Erhebung und Nachschau: Dient zur Feststellung einzelner Sachverhalte, die für die Abgabenhebung des Abgabenpflichtigen oder einer anderen Person von Bedeutung sind. Prüfung nach § 99 Abs. Finanzstrafgesetz: Hier hat der Geprüfte die Stellung eines Beschuldigten.   Zur GPLA: Die lohnabhängigen Abgaben umfassen Lohnsteuer (LSt), Abzugsteuer (§ 99 EStG), Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DB), Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ), Sozialversicherungsbeiträge und Umlagen Kommunalsteuer (KommSt) Ziel der GPLA ist es, österreichweit durch Prüfung der Abgabengrundlagen diese auf Richtigkeit zu kontrollieren und dadurch die Interessen aller Versicherten auf Gleichbehandlung zu wahren. Eine GPLA soll im Interesse der „abgabenehrlichen“ Dienstgeber auch unlautere Vorteile von Konkurrenten verhindern, wenn diese Beiträge und Abgaben unberechtigt verkürzen oder nicht abführen. Im Sinne einer serviceorientierten Verwaltung stehen die Prüfer im Rahmen der GPLA auch für die Beratung der Dienstgeber in versicherungs-, beitrags- und abgabenrechtlichen Fragen zur Verfügung.   Ab 1.1.2020 wird die Prüfung vom Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge (PLAB) durchgeführt. Die neue PLAB wird ausschließlich der Finanzverwaltung überantwortet. Am Prüfungsumfang ändert sich nichts im Vergleich zur bisherigen GPLA. Die zentralen Fragen im Zusammenhang mit Außenprüfungen und insbesondere der PLAB seitens des geprüften Unternehmens sind vor allem: Wo findet die Prüfung statt? Wie lautet der Prüfungsauftrag? Kann Selbstanzeige erstattet werden? Welche Rechte und Pflichten hat der Abgabenpflichtige? Welche Beweismittel kommen in Betracht? Wie verhält man sich gegenüber dem Prüforgan? Was steht im Prüfungsbericht? Welche Rechtsmittel stehen zur Verfügung? Bereiten Sie sich bestmöglich auf die wesentlichen Abläufe des Prüfverfahrens vor, um Risikobereiche zu erkennen und Fehler zu vermeiden. Nur so können Sie eine reibungslose Prüfungsabwicklung ermöglichen sowie Beanstandungen und Nachzahlungen gezielt vermeiden.   Autor: Mag. Dr. Helmut Siller, MSc   Seminartipp! Betriebsprüfung – So sind Sie optimal vorbereitet!
    Mehr erfahren...
  • Claim-Management und die berufliche Zuverlässigkeit

    Nicht selten nehmen öffentliche Auftraggeber ein Fehlverhalten eines Bieters in der Vergangenheit zum Anlass für einen vorzeitigen Ausschluss aus einem Vergabeverfahren. Was als berufliche Verfehlung zu werten ist, sollte eigentlich gesetzlich genau definiert sein, um Unsicherheiten zu vermeiden. Ein intensives Claim-Management kann dem öffentlichen Auftraggeber aber durchaus soweit zusetzen, dass das betreffende Unternehmen künftig lieber von Vergabeverfahren ausgeschlossen wird.   Wann könnte ein Ausschluss aus dem Vergabeverfahren drohen? Der öffentliche Auftraggeber hat im Vergabeverfahren zu beurteilen, ob ein Unternehmen für die zukünftige Leistungserbringung geeignet ist. Hierzu gehört nicht allein das Abfragen der Befugnis (Gewerbeberechtigung) oder der technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Der Auftraggeber kann auch sein Wissen aus früheren Vergabeverfahren oder Auftragsabwicklungen heranziehen, um die Zuverlässigkeit eines anbietenden Unternehmens festzustellen. Hat der öffentliche Auftraggeber mit einem Unternehmen in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, wird zumeist sehr genau geprüft.   Berufliche Zuverlässigkeit Gerade diese schlechten Erfahrungen stehen im Zusammenhang mit der vergaberechtlich geforderten beruflichen Zuverlässigkeit. Die Gründe für die berufliche Unzuverlässigkeit sind im BVergG jedoch nicht abschließend aufgezählt. Damit steht dem öffentlichen Auftraggeber – zum Nachteil eines anbietenden Unternehmens – eine nahezu unüberschaubare Möglichkeit an Ausschlussgründen wegen angeblich fehlender beruflicher Zuverlässigkeit zur Verfügung. Jeder Grund, der „schwerwiegend“ und „nachweislich festgestellt“ ist, kann vom Auftraggeber herangezogen werden. Es ist nicht einmal erforderlich, dass das anbietende Unternehmen nachteilig gegen den konkreten Auftraggeber gehandelt hat. Es reicht bereits aus, wenn die berufliche Verfehlung gegen irgendeinen anderen Auftraggeber gesetzt wurde. Damit ist deutlich erkennbar, dass die berufliche Zuverlässigkeit ausreichend Potenzial für Rechtsunsicherheit mit sich bringt. Schwerwiegend ist eine Verfehlung jedenfalls dann, wenn diese bewusst (mit Vorsatz) gesetzt wurde. Das Erfordernis „nachweislich festgestellt“ bleibt jedoch intransparent, da nach den Intentionen des Gesetzgebers eine rechtskräftige Verurteilung (damit eine nachweislich festgestellte Tat) für die berufliche Unzuverlässigkeit keine Voraussetzung darstellt.   Intensives Nachtragsmanagement Im Fokus dieser Problematik können daher überzogene Nachtragsforderungen oder zumindest ein intensives Claim-Management stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Zuge eines komplexen Bauvorhabens und einer diffizilen Abrechnung in Kombination mit einem guten Claim-Management vereinzelt „zu viel“ verrechnet wird. Ein Auftraggeber, welcher daher schlechte Erfahrungen mit der Abrechnungsmethodik und dem Nachtragsmanagement eines Unternehmens gemacht hat, wird daher geneigt sein, dieses Unternehmen künftig nicht mehr zu beauftragen (bzw. von weiteren Vergabeverfahren auszuschließen). Denn die Rechtsprechung hat z.B. die Verrechnung nicht erbrachter Leistungen als schwere berufliche Verfehlung anerkannt. Allerdings hat auch der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) ein Verständnis für übliche Meinungsverschiedenheiten im Zuge der Bauabrechnung. Nach der Ansicht des VwGH ist nicht jede Unstimmigkeit bei der Abrechnung als berufliche Unzuverlässigkeit zu werten (VwGH 29.02.2008, 2006/04/0227). Ein intensives Nachtragsmanagement kann im Spannungsfeld mit öffentlichen Auftraggebern durchaus gefährlich sein. Ein gut abgerechneter Auftrag kann dazu führen, dass künftige Aufträge letztlich ausbleiben.   Autorin: Mag. Brigitte Berchtold, Rechtsanwältin und Partnerin bei Huber | Berchtold Rechtsanwälte OG   Seminartipp! Vergabepraxis und Vergaberecht für Bieter
    Mehr erfahren...
  • Arbeitszeitmodelle rechtssicher gestalten

    Die korrekte und rechtssichere Gestaltung von Arbeitszeitmodellen ist nicht nur ein Garant dafür, richtig zu entlohnen und keine Verwaltungstrafen durch Arbeitszeitverstöße auszulösen. Sie stellt auch sicher, dass Arbeitnehmern die betrieblich höchstmögliche Flexibilität bei der Erbringung ihrer Leistungen eingeräumt werden kann. Arbeitgeber hingegen profitieren von Kostenersparnissen, welche die Vermeidung von Mehrarbeits- und Überstundenzuschlägen mit sich bringt.   Der Kollektivvertrag ist ausschlaggebend Ausgangspunkt jedes rechtlich zulässigen und flexiblen Arbeitszeitmodells ist die Kenntnis des richtigen Kollektivvertrags. Hier herrscht – auch bei größeren Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten oder sogar Konzernen – oft Unkenntnis vor bzw. finden wir historisch gewachsene Strukturen, die den Ist-Zustand des Betriebes nicht mehr entsprechend abbilden. Ein häufiges Beispiel dafür wäre, dass ein sogenannter Mischbetrieb – sprich ein Unternehmen, das mehrere gewerberechtlich relevante Tätigkeiten ohne organisatorische Trennung ausübt – mehrere Kollektivverträge (z.B. aufgeteilt nach Betriebsstätte oder Abteilung) anwendet. Der Gesetzgeber hat sich für diesen Fall das Prinzip der Tarifeinheit ausgesucht, wonach in einem Betrieb (ohne organisatorisch abgetrennte Einheiten) grundsätzlich und im Normalfall nur ein Kollektivvertrag zur Anwendung kommen soll. Dieser Kollektivvertrag soll dem fachlichen Wirtschaftsbereich entsprechen, der die maßgebliche wirtschaftliche Bedeutung hat. Ein Faktum übrigens, das sich im Laufe eines Wirtschaftslebens ändern kann und – oft ohne Kenntnis der Unternehmensführung – stillschweigend zu einer Änderung des anzuwendenden Kollektivvertrages für den Betrieb führt. Die Konsequenzen sind nicht nur falsche Arbeitszeitmodelle (weil ein unrichtiger Kollektivvertrag angewendet wurde), sondern auch Unterentlohnungen nach dem LSD-BG mit den diesbezüglichen Konsequenzen. Auch wenden viele Produktionsbetriebe z.B. die Kollektivverträge für Handel an, obwohl in Mischbetrieben nach höchstgerichtlicher Entscheidung der Handel mit Eigenprodukten nicht zur Anwendbarkeit der Kollektivverträge für Handel führen muss. In diesem Fall wären daher die Kollektivverträge der jeweiligen Produktion einschlägig. Wenn nun der richtige Kollektivvertrag ermittelt wurde, beginnt die Herausforderung der korrekten Anwendung desselben sowie der Wechselwirkung der kollektivvertraglichen Bestimmungen mit jenen der Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetzen, bereits bestehender Betriebsvereinbarungen und Einzeldienstverträgen.   Betriebsvereinbarungen und Einzelverträge berücksichtigen Immer noch werden in der Literatur z.B. Meinungen vertreten, wonach seit 1.9.2018 jedenfalls ein 12-Stunden-Normalarbeitstag bei Gleitzeitmodellen zulässig wäre. Außeracht gelassen wird hierbei, dass dies sowohl durch Kollektivverträge, also auch durch Betriebsvereinbarungen oder Einzelverträge zugunsten der Arbeitnehmer ausgeschlossen sein könnte. Eine konkrete Auseinandersetzung mit dem arbeitszeitlichen Ist-Zustand im Unternehmen wäre hier vonnöten, um das rechtlich zulässige Arbeitszeitmodell für den Einzelfall zu ermitteln. Fehler passieren aber auch gerne bei der Nichteinhaltung von Formalerfordernissen (Einzelvereinbarung statt Betriebsvereinbarung) oder der schlichten Außerachtlassung von Schriftformgeboten (eine Gleitzeitvereinbarung muss z.B. im Zweifel schriftlich sein, andernfalls ist sie unwirksam). Wir sehen daher, dass die rechtsrichtige Gestaltung von Arbeitszeitmodellen in der Praxis Betriebe vor komplexe Herausforderungen stellt. Diese gilt es im Detail zu meistern, da andernfalls nicht nur rechtliche Spielräume außer Acht gelassen werden, sondern – noch unangenehmer – Verwaltungsstrafen drohen.   Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber herstellen Maßgeschneiderte und rechtlich zulässige Arbeitszeitmodelle hingegen ermöglichen Arbeitnehmern flexibles Arbeiten im Rahmen der so oft gewünschten „work-life-balance“. Arbeitgebern bieten sie die Möglichkeit, rechtliche Spielräume zu nutzen und kostensparend sowie flexibel zu agieren. Eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.   Autor: Mag. Erwin Fuchswww.northcote.at   Seminartipp! Arbeitszeitmodelle rechtssicher gestalten
    Mehr erfahren...

AKTUELLE SEMINARE

  1. Update Datenschutzrecht Update Datenschutzrecht
    Update Datenschutzrecht

    Datenschutz – Best practice, Dos and Dont´s, Lessons learned

    • Wien

      06.05.2020 02.12.2020
  2. Arbeitsrecht für Führungskräfte Arbeitsrecht für Führungskräfte
    Arbeitsrecht für Führungskräfte

    Arbeitsrecht für Führungskräfte kompakt und praxisnah

    • Wien

      12.02.2020
    • Linz

      28.01.2020 03.11.2020
  3. Bilanz und Jahresabschluss Bilanz und Jahresabschluss
    Bilanz und Jahresabschluss

    Grundlage für treffsichere Unternehmensentscheidungen

    • Wien

      22.04.2020
  4. Geschäftsführer- und Managerhaftung Geschäftsführer- und Managerhaftung
    Geschäftsführer- und Managerhaftung

    Haftungsrisiken kennen und bestmöglich absichern

    • Wien

      11.03.2020 07.10.2020
  5. Rechtskonformer Umgang mit dem Betriebsrat Rechtskonformer Umgang mit dem Betriebsrat
    Rechtskonformer Umgang mit dem Betriebsrat

    So funktioniert die konstruktive Zusammenarbeit mit Ihrer Arbeitnehmervertretung!

    • Wien

      01.07.2020
  6. Rechtssicherer Gebäudebetrieb Rechtssicherer Gebäudebetrieb
    Rechtssicherer Gebäudebetrieb

    Schützen Sie sich vor Haftungsrisiken im Facility Management!

    • Wien

      06.05.2020 06.10.2020
  7. Vom Mitarbeiter zur Führungskraft Vom Mitarbeiter zur Führungskraft
    Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

    Gewinnen Sie Sicherheit für Ihre neue Rolle als Führungskraft!

    • Wien

      13.05.2020
  8. Beschwerdemanagement im Kundenservice Beschwerdemanagement im Kundenservice
    Beschwerdemanagement im Kundenservice

    Sie führen Beschwerdegespräche souverän und binden Kunden langfristig.

    • Wien

      22.01.2020 05.08.2020

UNSERE PARTNER

Bitte füllen Sie für alle Teilnehmer die nötigen Daten aus, um zur Kasse fortfahren zu können.