Die Corona-Krise zeigt uns klar und deutlich, wie wichtig gute Vorbereitung, besonnenes Handeln, gute Kommunikation und ausgeprägte Resilienz sind. In Bezug auf Ihr Business merken Sie genau jetzt, wie groß Widerstandskraft und Flexibilität sind – bei Mensch, Organisation UND Geschäftsmodell.

 

Die Corona-Krise geht – die VUKA-Welt bleibt

Auch wenn uns die Corona-Krise nach wie vor sehr beschäftigt – sie wird nicht die letzte sein und sie wird vergehen. Somit wird sie sich einreihen in zahllose andere zeitliche Veränderungen wie z.B. Wirtschaftskrisen, Digitalisierung, Robotisierung oder dem Phänomen der steigenden psychischen Belastungen.

Was bleiben wird ist die sogenannte VUKA-Welt mit all ihren Herausforderungen. VUKA steht für Volatilität | Unsicherheit | Komplexität | Ambiguität. Jeden einzelnen dieser Aspekte erleben wir zurzeit besonders deutlich in Form von plötzlichen Schwankungen, großer Ungewissheit, Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeiten.

Dies erfordert klare, wirksame und Orientierung gebende Antworten. Eine wesentliche davon ist Resilienz – bekannt aus der weltweit längsten Studie von Prof. Emmy Werner (University of California) zur inneren Widerstandskraft bei Menschen. Weniger bekannt dürfte sein, dass es auch für Organisationen und deren resiliente Entwicklung seit 2017 eine ISO-Norm gibt.

Für ein nachhaltig erfolgreiches Business ist es natürlich sehr positiv, wenn die beteiligten Personen hohe Resilienz mitbringen und die Organisation resiliente Bedingungen erfüllt – aber hier fehlt noch ein ganz grundlegender Aspekt: ein resilientes Geschäftsmodell!

 

Bewährte Methoden für mehr Resilienz

Der Begriff Resilienz kommt ursprünglich aus den Materialwissenschaften und bedeutet die Fähigkeit nach einer belastenden Situation oder Phase wieder in den – ursprünglich gesunden – Ausgangszustand zurückzukommen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass in allen 3 Bereichen – Mensch, Organisation und Geschäftsmodell – jeweils bestimmte Risiko- und Schutzfaktoren gegeben sind. Die Resilienzfaktoren sind dann auschlaggebend für eine erfolgreiche Bewältigung. Hier auszugsweise ein paar Beispiele dazu:

  1. PERSÖNLICHER OPTIMISMUS: positive Weltsicht; Fokus auf das Gute, den Nutzen, den Sinn; Probleme, Schwierigkeiten, Krisen als Chance sehen
  2. ORGANISATIONALE RESSOURCEN & ADAPTIONSFÄHIGKEIT: professionelle Führungs- und Entscheidungsstrukturen, Umgang mit Information und Wissen, gelebte Flexibilität und Kreativität
  3. WIEDERKEHRENDE UMSÄTZE: XaaS „As a Service“, Kundenloyalität, detaillierte Kenntnis der Zielgruppe und Kundenerwartungen, Eintrittsbarrieren für Mitbewerber erhöhen

Um also einen positiven Umgang mit der VUKA-Welt und mit Krisen in der Wirtschaft zu finden, ist die Identifizierung und Entwicklung der gesamten BUSINESS RESILIENZ notwendig. Dieses Konzept basiert auf professionellen Studien, internationalen Normen und bewährten Tools wie dem Business Model Canvas vom Schweizer Alexander Osterwalder.

 

Resilienz messen, verstehen und steigern

Um eine klare, eindeutige Grundlage für die gezielte Bearbeitung und Weiter-entwicklung der erforderlichen Resilienzfaktoren zu erhalten, ist eine BUSINESS RESILIENZ Messung eine wichtige Voraussetzung. Sie ergibt eine erste Standortbestimmung über die jeweiligen Ausprägungen und Stärken in den 3 Bereichen – Mensch, Organisation und Geschäftsmodell.

Diese Mess-Methode ist sowohl einzeln online einsetzbar für UnternehmerInnen, Führungskräfte und Selbständige – als auch für das gesamte Unternehmen, Gruppen oder Teams inkl. definierter Variablen wie z.B. Standort oder Abteilung.

Auf den Messergebnissen aufbauend werden dann gezielt Maßnahmen erarbeitet und entwickelt. Die Umsetzung erfolgt differenziert nach den verschiedenen Bereichen und in priorisierten Stufen. Eine neuerliche Messung dient dann als Evaluierungstool und Erfolgsnachweis für die durchgeführten Aktivitäten.

 

Autoren: Dieter Puganigg und Bernd Bruckmann

 

Seminartipp: Online-Seminar BUSINESS RESILIENZ | Menschen - Organisationen - Geschäftsmodelle