Gesellschafts-, Struktur- und Wertewandel haben die Anforderungen an Führungskräfte in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Heute müssen Sie Mitarbeiter für sich und die Unternehmensziele gewinnen, sie individuell fordern und kontinuierlich fördern. Sonst gehen die besten Köpfe, und die klügsten Strategien und innovativsten Prozesse bleiben erfolglos! Das erfordert ein neues Führungsbewusstsein und eine Erweiterung der Management-Tools.

In vielen Unternehmen ist nach wie vor das Führen über Ziele und Boni („Management bei Objectives“) an der Tagesordnung, obwohl es von Experten längst als „überholt“ und für mehr als die Hälfte der Mitarbeiter nicht geeignet qualifiziert wurde. Meist kennen Unternehmen nichts Anderes und haben neben dem fordernden Alltag auch keine Kapazitäten, sich mit neuen wirksamen Methoden zu befassen.

Dabei liegt längst offen auf dem Tisch, dass hierarchische Führung mit Zielvorgaben, Anleitung und Kontrolle Mitarbeiter ihre Eigeninitiative und Selbstverantwortung nimmt, und das „Abarbeiten“ von Maschinen wesentlich schneller, fehlerfreier und kostengünstiger erledigt wird.

Unternehmen brauchen daher heute Menschen die (wieder) gern selbstverantwortlich Entscheidungen treffen, Teamgeist entwickeln und auf Veränderungen mit Lernbereitschaft und Einsatz reagieren.

Hier setzen neue Führungstrends wie die „Transformationale Führung“ an. Deren Ziel ist, Mitarbeiter durch Vorbildverhalten und Beziehungsgestaltung dafür zu gewinnen, aus Eigenem an der gemeinsamen Sache / am Unternehmenserfolg beizutragen. Um diese Wirkung zu erzielen sind folgende Komponenten wesentlich:

 

1. Vertrauen gewinnen durch Vorbildverhalten

Damit Unternehmen erfolgreich werden, muss die (gesamte) Führung das gewünschte Verhalten souverän, authentisch und nachhaltig an den Tag legen („Tone from the Top“)!
Mitarbeiter gewinnen Vertrauen, identifizieren sich und wollen „nachahmen“ wenn die Führungskräfte Folgendes vorleben:

  • Balance eigener Ressourcen und Energien („Selbst-, Zeit- und Stressmanagement“)
  • Offenes Denken und kritisches Hinterfragen
  • Konstruktiver Umgang mit Belastungssituationen, Konflikten und Krisen
  • Unternehmerische Haltung
  • Entscheidungskraft und Umsetzungsstärke
  • Eigene Entwicklungs- und Veränderungsbereitschaft
 

2. Effektive Kommunikation (Soziale Kompetenz)

Nur mit bewusster Kommunikation kommt beim Gegenüber (egal ob eine Person oder mehrere) das an, was die Führungskraft sagen will.

Beziehungsgestaltung gelingt durch:

  • Individuelles Kontaktherstellen und -halten mit jedem einzelnen Persönlichkeitstypen
  • Nutzen unterschiedlicher Wahrnehmungsfilter sowie Sprachen
  • Professioneller Begegnung bei aufkommendem Stressverhalten

Hier liegt erfahrungsgemäß noch viel ungenutztes Potential.

 

3. Inspiration und Stimulation (Methodenkompetenz)

Dabei geht es um Tools, Tricks und Methoden für den Umgang mit folgenden Fragestellungen:

Was kann ich tun, damit unterschiedliche Persönlichkeitstypen

  • eigene Wege und Perspektiven zur Zielerreichung entwickeln?
  • selbstständige Problemlösung generieren?
  • individuell gefordert und optimal gefördert werden?
  • zu Umsetzungsstärke und Ergebnisorientierung motiviert werden?

Die Erweiterung des eigenen Repertoires und individuell einsetzbarer Tools mit Empowerment, Systemisches Fragen, Paradoxe Intervention, Reframing, Visualisierung, u.a. ist unerlässlich wenn Mitarbeiter durch die veränderliche und rasche Gegenwart in die Zukunft geführt werden sollen!

 

Fazit:
Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Führungsbewusstsein wie auch die Optimierung der Kommunikationsfähigkeiten und Management-Tools bringen Vorteile für alle Beteiligten. Eine Investition, die sich lohnt!

 

Autorin: Dr. jur. Geraldine Treitler

www.rechtemotional.at

 

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